Ankündigung des Markenwechsels von Seekda zu Kognitiv! - Klicken Sie hier für mehr Information.

Wie Sie bereits wissen, führen wir seit einiger Zeit den Zusatz „A Kognitiv Company“ im Seekda Logo. Dies ist ein Hinweis auf unsere Zugehörigkeit zur Kognitiv Unternehmensgruppe. Unser Ziel ist es, unser touristisches Vertriebsnetzwerk weiter auszubauen und unseren Kunden innovative Dienstleistungen anzubieten, damit sie dem technologischen Fortschritt unserer Zeit weiterhin einen Schritt voraus sein können. Für Seekda ist das eine Fortschreibung ihrer Gründungsidee aus dem Jahre 2007.

Nun ist der Zeitpunkt gekommen, wo wir unsere lokale Marke Seekda zur globalen Kognitiv Marke ändern werden, um Ihnen ein größeres Netzwerk an neuen Kunden und Lieferanten von Reisebüros zur Verfügung zu stellen, die weltweit angesiedelt und über unser Kognitiv-Netzwerk verbunden sind. Wenn Sie einen bestehenden Vertrag mit Seekda haben, ändert sich nichts an Ihrem Vertrag oder den angebotenen Produkten oder Dienstleistungen - die Produkte und Dienstleistungen werden einfach unter der Marke Kognitiv fortgeführt.

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Dritte Station der Direktbuchungsroadshow und Seekda Neujahrsgala am 11.01.2017 mit Seekda, ÖHV und Google für die Stadt-Destination Wien!

Nachlese 11. Januar 2017 / Dritte Direktbuchungsstation / Seekda Neujahrsgala im Ballsaal des Grand Hotel Wien

Direktbuchungsoffensive in Wien! Mehr direkte Buchungen für Hotels, Tourismusverbände, Destinationen, Marketing-Gruppen, Buchungsplattformen!

Für die Stadt-Destination Wien veranstaltete Seekda gemeinsam mit ÖHV und Google den dritten Direktbuchungsroadshowstop im Ballsaal des Grand Hotel Wien, am 11.01.2017.  Im Zuge der Ferienmesse Wien und im Rahmen des Travel Industry Workshop bot das Grand Hotel Wien einen eleganten Rahmen für  den ersten Höhepunkt der Direktbuchungsroadshow im neuen Jahr.

Das hochkarätige Seekda – Programm wurde gestaltet von:

  • Dipl. Ing. Klaus Niederacher, Geschäftsführer Seekda Europa
  • Dr. Markus Gratzer, Generalsekretär ÖHV
  • MMag. Erika Ummenberger-Zierler, Leiterin der Abteilung Wettbewerbspolitik und -recht, Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft
  • Ing. Robert Lugar, Abgeordneter zum Österreichischen Nationalrat, Klubobmann Team Stronach
  • Georg Willi, Abgeordneter zum Österreichischen Nationalrat, Tourismussprecher der Grünen
  • Edith Geurtsen, Regional Director bei booking.com
  • Marco Riederer, Leiter Revenue Management & e-Commerce, Prodinger Tourismusberatung
  • Mag. (FH) Philipp Patzel, Geschäftsführer Hotel Altstadt Vienna
  • Michael Dichtl, Vice President Products Seekda Europa
  • Harald Donhauser, Vice President Sales Seekda Europa

 


ÖHV – Herausforderungen und Chancen für die Hotellerie 

Nach der Begrüßung der hochkarätigen Fachreferenten durch Dipl. Ing. Klaus Niederacher, Geschäftsführer Seekda Europa, hielt der Generalsekretär der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), Dr. Markus Gratzer, seinen Vortrag. Kernthema war zu Beginn die Digitalisierung und die damit verbundenen Herausforderungen für die Hotellerie. Die Tourismusbranche war federführend in der Anwendung von technologischen Medien, gegenwärtig zeichnet sich allerdings eine Konzentration auf wenige Player am Markt ab. Ein weiterer Trend ist die Mobilität, also die massive Entwicklung bei der Anwendung von Smartphones und Tablets. Ein großes Thema ist die Transparenz bzw. die Vergleichbarkeit der Leistungen der Tourismusbranche, die direkt durch das Internet an die Gäste weitergegeben werden und vor allem Hoteliers lernen müssen damit umzugehen.
“Sharing Economy” wird auch in der Tourismusbranche zum Thema, immer mehr neue Player und neue Plattformen, die abseits von etablierten Strukturen, anders  Leistungen anbieten und so zum Mitbewerber werden, drängen in die Märkte; Stichwort: Airbnb. Die Konsequenz daraus: alles wird dynamischer, komplexer und kurzfristiger.
Dr. Markus Gratzer verwies auf die Ronald Berger Studie 4.0,  in der u.a. Betriebe befragt wurden welche Chancen und Gefahren durch die Digitalisierung einstehen. Ganz oben stehen: Chance neue Kunden zu gewinnen, internationale Märkte zu erschließen, Kosteneinsparung aber auch der Preisdruck durch die Vergleichbarkeit, ein stärkerer Wettbewerb und steigende Komplexität. Kurz vorgestellt wurde eine aktuelle HOTREC-Studie, die besagt, dass in Österreich der direkte Vertrieb über dem europäischen Durchschnitt liegt, Buchungsplattformen aber immer mehr an Bedeutung gewinnen, vor allem im städtischen Bereich. Diese sogenannten „Gate Keeper“, die sich  in der Wertschöpfungskette zwischen Gast und Unternehmen positionieren und die Transaktionen steuern und somit “owner” des Kunden und der Daten sind, besetzen immer mehr die Gestaltung des Vertriebes. Die Beziehungen zum Gast sind wesentlich in der Hotellerie, Buchungsplattformen werden von der ÖHV als Partner gesehen, allerdings muss der Hotelier sich mit der ganzen „Customer Journey“ beschäftigen und vom Anfang bis zum Schluss überzeugen und „brillant“ sein.
Dr. Gratzer erläuterte am Schluss die zukünftigen Standards in der Hotellerie, die von der ÖHV tatkräftig unterstützt wird; einmal mehr wurde die Digitalisierung als wesentlicher Baustein genannt.

Seekda – Vertriebsuniversum – Steigerung der Direktbuchungen – aktuelle Trends

Dipl. Ing. Klaus Niederacher, Geschäftsführer Seekda Europa, begann mit einer Kurzvorstellung seiner Firma. Seekda, seit 2007 am Markt, baut eine Multichannel-Vertriebslösung wodurch elektronische Vertriebskanäle nahtlos zusammengefügt werden. Der Vorteil von Seekda Lösungen besteht für den Hotelier in einem einheitlichen Zugriff auf alle Kanäle und dass er wählen kann, wo er seine Produkte anbietet.
Die „Customer Jorney“, die erklärt warum der Gast wo bucht, stellte Dipl. Ing. Klaus Niederacher ins Zentrum seiner Präsentation und erklärte aufschlussreich warum Buchungsentscheidungen für den einen, oder anderen Betrieb fallen. Ein guter Gastgeber sein, gute Informationen und gute Angebote dem Gast einfach zugänglich machen und ein gutes Erlebnis bieten sind unerlässlich. Zu Gewinnen ist das Vertrauen des Gastes, der sich in einem Rad der Informationen (Hotel, booking.com, Social Media) bewegt und nur dann bucht, wenn er den besten Preis für das beste Angebot bekommt. Wenn das Vertrauen da ist, wird die Buchung fallen und dann muss der Hotelier überall buchbar vorhanden sein und deswegen müssen alle Player gemeinsam ein Vertriebsuniversum bauen, um gegenseitig von einander zu profitieren.
Wie der Hotelier zu mehr Direktbuchungen kommt, war ein weiterer Eckpfeiler im Seekda-Vortrag. Das Seekda Ein mal Eins ist ein Leitfaden für den Hotelier, was er zu tun hat, um seine Auslastung zu erhöhen und um eine höhere Wertschöpfung pro Buchung zu erzielen. Wesentlich sind u.a. eine ansprechende, zeitgemäße Webseite, aktuelle Inhalte, gute und aussagekräftige Bilder und die richtige Zusammenstellung des Vertriebsportfolios. Am Beispiel Wien, mit 14 Millionen Übernachtungen, wurde erklärt, dass viel gesucht wird, aber im Verhältnis wenig gebucht wird. Mit anderen Worten ist das Angebot noch nicht an den Bedarf angepasst. Die wichtige Botschaft für den Online-Vertieb ist, dass nicht zu wenig Zimmer da sind, und die Vertriebskanäle sich nicht wegen mangelnden Angebotes konkurrieren. Dipl. Ing. Niederacher ging auf die digitale Stornierungsrate ein, die im Direktvertrieb bei 6% und bei OTAs bei 30 % liegt. Das Anbieten von Zimmern ohne jegliche Restriktion führt zu mehr Stornierungen und der Hotelier muss den Vertrieb so anpassen, dass er viele kurzfristige Buchungen besser verkaufen kann. AIRBNB im Zuge von “Sharing Economy” wurde auch im Seekda-Vortrag kurz angerissen, vor allem wie man künftig, auch seitens der Politik, damit umzugehen hat, da Regeln, an die sich z.B. die Hotellerie oder Buchungsplattformen halten müssen, nicht eingehalten werden.
Am Schluss erklärte Dipl. Klaus Niederacher , dass die Zukunft auch in den Metasearchkanälen liegt, die als dynamische Ads zu verstehen sind, wo der Hotelier seine aktuellen Preise, die unterschiedlichen Zimmertypen und vor allem die aktuellen Verfügbarkeiten einspielen kann. Daraus resultieren geringere Streuverluste, eine höhere Reichweite und der Gast bekommt aktuelle Daten, die mit Seekda-Metasearchlösungen direkt, ohne das jemand dazwischen ist, direkt an den Gast geliefert werden. Der Hotelier kann in seiner Landingpage ohne generalisierte Schemen anbieten was er will und aus der Sicht der Direktbuchungen sind Metasearchkanäle, wie Dipl. Ing. Niederacher betonte, eine sehr zu empfindelnde Ergänzung im Vertrieb.
Am Schluss gab Dipl. Ing. Klaus Niederacher den anwesenden Hoteliers Trends für die Zukunft mit auf den Weg und das mehr mit den Gästen im Sinne einer Kundenbindung gearbeitet werden muss.

Google Hotel Ads und Metasearech- Die Reise des Hotel-Suchenden

Michael Dichtl, Vice President Products – Seekda, stellte in seinem Vortrag Google Hotel Ads vor und erklärte zu Beginn dem interessierten Fachpublikum den technologischen Hintergrund von Metasearch. Metasearch ist ein neuer Vertriebskanal, um den sich der Hotelier kümmern muss und der tagtäglich gemanagt gehört. Am Beispiel des Grand Hotel Wien erklärte Michael Dichtl die Funktionsweise von Google Hotel Ads. Der Hotelier kann direkt auf Google verlinken und der Gast kann direkt auf der Buchungsmaschine buchen. Der große Vorteil besteht in der Sichtbarkeit für die eigene Webseite, für das eigene Angebot. Ein weiterer Vorteil ist die Transparenz, sofort ist z.B. erkennbar auf welcher Plattform welcher Preis bezahlt werden muss, weiters ist der Hotelier ganz vorne dabei mit seinen eigenen Preisen bei der Buchungsentscheidung durch den Gast.
Google Hotel Ads bietet die Möglichkeit nicht nur nach spezifischen Hotels zu suchen, sondern erlaubt auch allgemeine Fragen, wie z.B. “Hotels in Wien”. Die Suchergebnisse werden am Desktop, aber auch auf den immer wichtiger werdenden mobilen Endgeräten, auf einer Karte in Echtzeit mit Preisen und Verfügbarkeiten, dargestellt; etwaige Änderungen werden sofort aktualisiert. Google möchte somit mit seinen Google Hotel Ads dem Gast das möglichst beste Buchungserlebnis bieten. Michael Dichtl hält Google Hotel Ads für einen sehr guten Ansatz, besonders für Schnellbucher.

Hotel Altstadt Vienna

Nach vielen theoretischen Ansätzen konnte Harald Donhauser, Vice President Sales – Seekda Europa, einen Einblick durch ein Impulsinterview mit Philipp Patzel, Geschäftsführer Hotel Altstadt Vienna in die Praxis bieten. 1991 wurde das Hotel Altstadt Vienna  als das vielleicht erste „Boutique Hotel“ gegründet, dessen gewisse Kleinheit erlaubt nicht allen Trends nachgehen zu müssen. Das Hotel Altsatdt Vienna wird als Nischenprodukt gesehen, jedes Zimmer ist von einem anderen Architekten gestaltet. Den Wiener Hotelmarkt  sieht Philipp Patzel insgesamt als „gefährlich“, weil sich quantitativ die meisten Hotels auf einer Höhe bewegen. Der richtige Umgang mit Gästedaten bietet viele Möglichkeiten, sie müssen aber auch genutzt werden. Der derzeitige mobile Anteil bei Aufrufen der Webseite des Hotel Altstadt Vienna liegt bei 25%, der von Tablets bei ca. 12% , der Rest verteilt sich auf Desktops. In der Zukunft wird der mobile Anteil laut Philipp Patzel weiter steigen, auch in der Buchung. Für Smartphone User kann das Hotel Altstadt, dank Seekda Software, bei räumlicher und zeitlicher Nähe andere Raten anbieten, die sonst keiner sieht, was besonders Geschäftsreisenden einen großen Vorteil bietet.

Prodinger Tourismusberatung

Marco Riederer, Leiter Revenue Management & e-Commerce bei Prodinger Tourismusberatung, begann seinen Vortrag damit, dass man sich nur mehr auf den Preis eines Hotels, aber nicht mehr auf den Wert konzentriert. Die Stärkung des Direktvertriebes und der Fall der Ratenparität werden ausdrücklich als Vorteile genannt, obwohl die Zahlen aus Frankreich zeigen, dass die Auswirkungen geringer als erhofft ausfallen, auch weil OTAs z.B. über “preferred partnerships” die Ratenparität einfordern und viele Hotels sich in Frankreich freiwillig daran halten. Generell ist davon auszugehen, dass OTAs ihre Marktmacht behalten werden.
Dynamic Pricing und Metasearch Kanäle werden eine immer größerer Bedeutung bekommen. In der Zukunft stellt man sich immer mehr die Fragen wie Angebote personalisiert und direkt auf den Gast zugeschnitten werden können. Anhand der Wiener Hotellerie wurde erklärt, dass ein hoher Bewertungsdurschnitt heute kein Differenzierungsmerkmal ist, sondern eine Pflichtaufgabe. Als Trends für die Zukunft nannte Marco Riederer u.a. Sprachsteuerung, der Gast verlangt immer schnellere Abläufe, mobiles Bezahlen, Reisebuchungen über Uhren. Die digitalen Trends ergeben Gegentrends – disconnect to reconnect-  AIRBNB wurde als Beispiel genannt.
Marco Riederer sieht als großen Trend die e-Mobilität und erwähnte am Schluss noch, dass die Tourismuswirtschaft von e-Verzeichnissen marketingtechnisch profitieren und der Hotelier über eigene Websites, Social Media etc. Vorteile im Direktvertrieb erzielen kann.

Podiumsdiskussion 1 – Seekda, ÖHV, Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft, Hotel Altstadt Vienna

Die Moderation der Podiumsdiskussion wurde von Dipl. Ing. Klaus Niederacher geführt. Frau Mag. Ummenberger-Zierler, Leiterin der Abteilung Wettbewerbspolitik und -recht im Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft, betonte, dass Ziel der neuen Gesetzeslage, die eine Bestimmung im Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb darstellt,  ist den fairen Wettbewerb aufrecht zu erhalten – ca. 14.000 Beherbergungsbetriebe stehen 3 großen Buchungsplattformen gegenüber – und soll dem Gebot der Freiheit der Wirtschaft dienen. Der Hotelier kann somit auf seiner Homepage bessere Preise und auch bessere Konditionen anbieten. Nicht infrage stellt Frau Mag. Ummenberger-Zierler die Leistungen der Buchungsplattformen, die weltweit den Markt auch für kleinere Betriebe erschließen. Sehr erfreut war man seitens des Wirtschaftsministeriums, dass der Gesetzesentwurf auf breite Zustimmung gestoßen ist und im Parlament einstimmig angenommen wurde. Bei der intensiven Vorbereitung des Gesetztes wurden ähnliche Bestimmungen in Frankreich und Deutschland herangezogen, Italien und Kroatien sind an ähnlichen Regulierungen interessiert. Generell gewinnt der B2B Verhältnis auf Europäischer Ebene an Bedeutung und auch in anderen Branchen soll ein fairer Wettbewerb sicher gestellt werden.
Dr. Markus Gratzer erinnerte, dass die ÖHV im Jahr 2012 Beschwerde gegen „Bestpreisklauseln“ bei der Bundeswettbewerbsbehörde einlegte, die relativ lange, 4 Jahre, brauchte, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Im Gegensatz dazu reagierte die Politik schnell. Er zeigt sich zufrieden, dass innerhalb eines Jahres das neue Gesetz in Kraft getreten ist. Für Dr. Gratzer, Generalsekretär der ÖHV, ist die Regelung der „Ratenparität“ ein großes, wichtiges Thema, aber kein Allheilmittel, sondern eine Rahmenbedingung, von der die ÖHV glaubt, gemeinsam mit den Vertriebspartnern weiterhin gut arbeiten zu können und eine optimale Wertschöpfung für die Hotels rausholen zu können.
Frau Mag. Ummenberger-Zierler ergänzte, dass 2020 eine Evaluierung des neuen Gesetztes geplant ist und man bereits jetzt mit allen Beteiligten in Verbindung ist, um festzulegen an Hand welcher Kriterien diese Evaluierung erfolgen wird.
Philipp Patzel, Geschäftsführer Hotel Altstadt Vienna, sieht Vorteile im Verhandlungspielraum, OTAs werden aber als Partner auf Augenhöhe betrachtet und man hat nicht vor Buchungsplattformen zu unterbieten. Er will die Hausaufgaben lieber wo anders machen und warnt davor, dass das neue Gesetz die Preisspirale nach unten treibt.
Zusammenfassend soll das Gesetz, laut MMag. Ummmenberger-Zierler, einen Beitrag bzw. Hilfe leisten zur Verbesserung des  Gleichgewichts von großen und kleinen Unternehmen.

Vortrag Georg Willi – Abgeordneter zum Österreichischen Nationalrat, Tourismussprecher der Grünen

Georg Willi betonte in der Einleitung seines Vortrages die Bedeutung der OTAs, da sie auch dem kleinsten Hotel die Möglichkeit eines riesigen Marktplatzes bieten. Die gefühlte überbordende Marktmacht der Buchungsplattformen war allerdings Grund für den Gesetzgeber einzugreifen, auch um den Buchungsplattformen zu zeigen, dass man mit der Macht sorgsam umgehen muss und, um wieder mehr Fairness in den Markt zu bringen. Wichtig ist für Georg Willi die Markenvielfalt, in der sich keiner mehr auskennt, zu reduzieren. Eine klare Markenführung wird immer bedeutender und die Marken die Österreich führt, gut zu führen und spannend zu machen, um viel Nachfrage nach österreichischen Destinationen zu haben.

Vortrag Ing. Robert Lugar – Abgeordneter zum Österreichischen Nationalrat, Klubobmann Team Stronach

“Leben und leben lassen” war das Motto von Ing. Lugar bei seinem Vortrag, der kein Freund der neuen Gesetzeslage ist, obwohl seine Fraktion letztendlich auch zugestimmt hat. Er ist der Meinung, dass dieses Gesetz nicht notwendig ist und auch keine große Auswirkungen haben wird. Er betont die Wichtigkeit der OTAs, die allen Hotels das Service bieten, immer und überall auf dem Markt präsent zu sein. Den OTAs entstehen Kosten, die nicht mehr gedeckt werden können, wenn der Gast auf der Hotelseite günstiger bucht. Der Hotelier erspart sich zwar die Kommission, profitiert durch den eigenen günstigeren Preis aber kaum davon. Ing. Lugar warnte vor einem Preiskampf nach unten und empfiehlt nicht über den Preis zu verkaufen, da unterschiedlich teure Angebote ihre Berechtigung am Markt haben und auf unterschiedliche Nachfragen treffen. Sein Vorschlag ist über die Leistung zu verkaufen, weil der Kunde für eine gute Leistung gerne bezahlt und der Hotelier von höheren Preisen profitiert, auch um die hohen Investitionen in der Hotelbranche zu decken. Ing. Lugar appelliert ebenso an eine Zusammenarbeit von allen Playern am Markt, weil dann wird man automatisch besser und braucht nicht billiger zu werden.

Podiumsdiskussion 2 – Seekda, ÖHV, Republik Österreich-Parlament, booking.com. 

Auch die zweite Diskussionsrunde wurde von Dipl. Ing. Klaus Niederacher moderiert, in der zuerst Frau Edith Guertsen, Regional Director bei booking.com, die Sichtweise ihres Betriebes darlegte. Das Anliegen von booking.com ist für jeden Kunden, ob groß oder klein, das anzubieten, was der Kunde will. Oberstes Gebot ist bei booking.com die Transparenz, dass der Kunde keine Zeit verliert das richtige Angebot zu finden. 60% der Buchungen in Österreich kommen nicht von den großen Märkten und die Sprachbarriere stellt ein großes Hindernis dar. Frau Guertsen wies darauf hin, dass booking.com sein Service in 40 Sprachen der Welt anbietet, das 24 Stunden erreichbar ist und das eine Dienstleistung ist, die eben bezahlt werden muss und jeder Kunde kostet Geld, von wo er auch kommt. Booking.com respektiert die unternehmerische Freiheit und wehrt sich gegen den “Knebelvertrag-Vorwurf”; immerhin ist die Kündigungsfrist gerade einmal ein Monat! Die Entscheidung bleibt somit dem Einzelnen überlassen, ob er mit OTAs zusammenarbeitet, Tatsache ist, dass sich der Konsument verändert und die digitalen Buchungen immer mehr steigen werden und alle Beteiligten am Markt müssen dafür sorgen, dass sie für die fortschreitende Digitalisierung bereit sind. Frau Guertsen sieht durch die neue Gesetzeslage keine großen, negativen Auswirkungen für ihr Unternehmen und empfiehlt den Hoteliers die Entwicklung zu beobachten.
Georg Willi glaubt auch, dass es am Markt keine große Verschiebung geben wird, ist aber froh, dass das Gesetz beschlossen wurde weil es für den Unternehmer wichtig ist, dass seine Situation “gefühlt” passt. Ein “gefühlter” Knebelvertrag ist daher nicht gut ist und merkte auf Grund der neuen Gesetzeslage ein “Aufatmen” im Markt.
Frau Guertsen hielt entgegen, dass die Ratenparität vor 15 Jahren ursprünglich nicht von den OTAs eingefordert wurde, sondern von den Hoteliers, die durch die Aufschläge der Reise-Großanbieter das Gefühl hatten, nicht mehr über ihre eigenen Raten bestimmen zu können.
Ing. Lugar  verwies auf die hohen Kosten die z.B. für booking.com durch Anbieten seiner Leistungen enstehen und wenn der Konsument wo anders billiger buchen kann, wird er das tun und booking.com bleibt auf den Kosten, ohne Einnahmen, sitzen. Auch er nannte die Sprachbarriere und machte die Probe aufs Exempel. Kaum einer von den anwesenden Hoteliers konnte eine mehr als zweisprachige Homepage aufweisen. Ing. Lugar erinnerte, dass z.B. booking.com neue Gäste nach Österreich holt, die man als Hotelier kaum anders erreichen kann und appelliert keinen Preiskampf zu führen.
Dr. Markus Gratzer stimmt zu, dass man nicht über den Preis verkaufen und Vertriebskanäle unterbieten soll, sondern im Kontext der Ratenparität geht es um Revenue Management und Strategien über welchen Kanal man bestmöglich seine Produkte verkauft. Dr. Gratzer erinnert, dass booking.com ein wichtiger Partner der Hotellerie ist, das Hauptproblem besteht aus seiner Sicht, dass die großen OTAs durch ihre Marktdominanz und den Klauseln in den Verträgen andere Vertriebskanäle und das gesamte Revenue Management eines Hotels beeinflussen. Im Wesentlichen geht es immer um die optimale Steuerung der Kanäle und genau hinzusehen was welcher Vertriebskanal kostet, was sich individuell stark unterscheiden kann. Daraus folgt, dass jeder Betrieb sein eigene Strategien entwickeln muss, um in Online Vertrieb erfolgreich zu sein. Im Sinne einer gut funktionierenden Tourismuswirtschaft geht seitens der ÖHV der Appell die Betriebe zu einem zeitgemäßen Umgang mit allen Vertriebskanälen zu bringen an alle Beteiligte .
Dipl. Ing. Klaus Niederacher stimmt den Argumenten zu und unterstreicht, dass Seekda durch die Multidistributionsplattform für eine Diversifizierung im Vertieb steht und hofft auf Anreize zum Ausbau von mehr  Vertriebskanälen, weil somit der Hotelier mehr herausholen kann. Das “Mehr” an Vertriebskanälen soll den Hotels gleichwertig angeboten werden, und es soll die Wahl bestehen, wer, was, wo und zu welchen Konditionen verkauft. Dipl. Ing. Niederacher ist überzeugt, dass bei mehr Direktvertrieb alles was davon haben, auch weil die Gastdaten beim Hotelier verbleiben und tendenziell er sie besser pflegt und somit auch z.B. booking.com mit besseren, aktuellen Daten versorgt wird.
In einer Abschlussrunde wurden die Teilnehmer gebeten zu erörtern was aus Ihrer Sicht “Gutes” für den Tourismus getan werden kann:
Ing. Lugar sprach das Personal-Problem des Tourismus an und das im Gegensatz zu Tirol, wo die Betriebe innovativ sind und bereits alle Vertriebskanäle nutzen, der östliche Raum nachhinkt und das gefördert werden sollte. Auch ohne große Investitionen kann man den Gästen ein tolles Urlaubserlebnis bieten und die Leistungen steigern, oft genügt einfach nur mehr Freundlichkeit. Seitens der Politik sollte man Bürokratien und Auflagen reduzieren.
Georg Willi zielt auf die Beziehung zwischen Gastgeber und Gast an, der Mensch steht, trotz aller Technik im Hintergrund, im Mittelpunkt. Auch der Abbau der Bürokratie wäre eine große Erleichterung. Wichtig ist auch den Grad der Bekanntheit zu fördern, also die Marken besser führen, spannend zu machen, damit die Gäste noch aufmerksamer werden. Georg Willi sieht viel Potential nach oben.
Edith Guertsen betont wie wichtig ein gutes  Service ist, um den Kunden zu behalten, bzw. zurückzubekommen und booking. com will weiterhin das beste Produkt an den Kunden verkaufen. Die 80 Mitarbeiter in Österreich von booking.com können die Hoteliers bestens beraten und Frau Guertsen stellt klar fest, dass Hoteliers das Angebot von booking.com nutzen sollen, weil dafür ist booking.com schließlich auch da.
Dr. Gratzer spricht u.a. auch die Überregulierung an, besonders im Bezug auf die für die Hotellerie nicht besonders erfreuliche Steuerreform. Diesbezüglich hat die ÖHV ein eigenes Steuerkonzept und einen “Bürokratieabbau-Katalog” erarbeitet. Auch in Zeiten der Krise ist der Tourismus ein “Antreiber”, ein starker Wirtschaftsfaktor in Regionen wo sonst keine Wertschöpfung erfolgt. Ausdrücklicher Wunsch von Dr. Gratzer ist, dass der Tourismus seitens der Politik einen höheren Stellenwert bekommt uns man sich nicht mit dem Status Quo zufrieden gibt, sondern der Anspruch muss sein Österreich als Nummer 1 im Tourismus zu positionieren.
Dipl. Klaus Niederacher spricht auch die komplizierte Steuergestzgebung an und wünscht sich Vereinfachungen. Durch die europäische Reisebüro-Novelle soll jeder Hotelier zu einem Reise-Veranstalter werden können, der dann allerdings ohne Reisebürolizenz aber kaum mehr ein Zimmer verkaufen kann. Eine nicht besonders förderliche Regelung für das Geschäft, die auch für Buchungsplattformen und Softwareanbieter, wie Seekda, Komplikationen bereiten wird. Seitens Seekda hofft man nicht auf deren Umsetzung und generell wünscht man sich in der Zukunft mehr Einfachheit in der Tourismuswirtschaft auf vielen Ebenen.

Nach den interessanten Vorträgen und spannenden Diskussionsrunden lud Seekda zu einem intensiven Networking der Teinehmer und des Publikums, das direkt im Anschluss im Ballsaal des Grand Hotel Wien mit erfrischenden Cocktails stattfand.

Haben Sie den dritten Direktbuchungsroadshowstop im Grand Hotel Wien verpasst? Dann nutzen Sie die Gelegenheit dem interessanten Programm bei einer der nächsten Stationen beizuwohnen! Alle Termine finden Sie HIER.
Seien Sie dabei! Wir freuen uns auf Sie!

Mehr Buchungen mit Seekda!

Seekda Sales Team
Tel:    +43 1 236 50 84 66
Mail:  sales@seekda.com

Impressionen vom Direktbuchungsroadshowstop im Grand Hotel Wien:


Hier kommen Sie zur gesamten Bildergalerie vom Direktbuchungsroadshowstop im Grand Hotel Wien (ca. 130 Fotos) >>

Video Intro – Seekda Neujahrsgala 2017 >>
Mehr Videos dieser Veranstaltung finden Sie in Kürze wie gewohnt auf unserem  Seekda Youtube- Channel.

Mehr Buchungen mit Seekda!

See you soon @Direktbuchungsroadshowstop in Bad Tölz, am 24.02.2017 !

 

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